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7% Mehrwertsteuer für Hotellerie und Gastronomie
 
Zahlen und Fakten
Zahlen überzeugen! Rechnen Sie mit!
  • Ein Ehepaar übernachtet in Basel in einem Hotel für umgerechnet 150 Euro im Doppelzimmer. Tags darauf übernachten beide in Freiburg für ebenfalls 150 Euro.

Welcher Betrag bleibt dem Hotelier, was kassiert das Finanzamt?

Flagge Schweiz Hotelier 144,79 Euro Finanzamt 5,21 Euro
Flagge Deutschland Hotelier 126,00 Euro Finanzamt 24,00 Euro

Bei einem Jahresumsatz von einer Million Euro hat der Schweizer Hotelier einen Vorteil von 124.915 Euro netto. Das sind 124.915 Euro mehr Spielraum für Preissenkungen, Investitionen, Mitarbeiterqualifizierung und -entlohnung.


  • Eine vierköpfige Familie zahlt bei einem Restaurantbesuch für ein Mittagessen insgesamt 100 Euro. Sie essen an einem Tag in Bregenz in Österreich und am nächsten Tag in Lindau in Deutschland. Entfernung: Fünf Kilometer.

Welcher Betrag bleibt dem Gastronomen, was kassiert das Finanzamt?

Flagge Österreich Gastronom 90,91 Euro Finanzamt 9,09 Euro
Flagge Deutschland
Gastronom 84,03 Euro Finanzamt 15,97 Euro

Bei einem Jahresumsatz von 300.000 Euro hat der österreichische Gastronom einen Vorteil von 20.626 Euro netto. Das sind 20.626 Euro mehr Spielraum für Preissenkungen, Investitionen, Mitarbeiterqualifizierung und -entlohnung.


  • Ein Angestellter holt sich in seiner Mittagspause ein Salami-Baguette vom Bäcker oder nimmt sich beim Metzger ein Frikadellenbrötchen mit und isst auf dem Weg zurück ins Büro. Sein Kollege, der Wert auf ausgewogene Ernährung und Esskultur legt, geht in ein kleines Restaurant und genießt einen frischen Salat. Dem Bäcker und dem Metzger bleiben jeweils 93,5 Prozent der Rechnungssumme, dem Gastwirt lediglich 84 Prozent vom Bruttobetrag. Bei einem Jahresumsatz vom 100.000 Euro behalten Bäcker und Metzger 93.458 Euro. Dem Gastwirt bleiben lediglich 84.034 Euro. Er hat nicht nur 9.424 Euro weniger in der Kasse, sondern auch wesentlich höhere Betriebs- und Personalkosten.

  • Ein Schüler in Aachen nimmt täglich an der Schulverpflegung teil, wofür die Eltern pro Tag 2,50 Euro für ein komplettes Juniormenü an den Schulcaterer zahlen. Den gleichen Preis entrichten die Eltern seines Freundes in Maastricht für die tägliche Mahlzeit in der Schule. Von den 2,50 Euro führt der niederländische Kollege 14 Cent ab, in Deutschland sind es satte 40 Cent. Bei einem Gesamtumsatz von 200.000 Euro hat der Caterer in den Niederlanden einen Vorteil von 20.612 Euro mehr netto. Das sind 20.612 Euro mehr Spielraum für Preissenkungen, Investitionen, Mitarbeiterqualifizierung und -entlohnung. Mit 7 Prozent könnte der deutsche Caterer dem Schüler ein wesentlich günstigeres oder werthaltigeres Mittagessen anbieten.

Deshalb: Schluss mit der Ungleichbehandlung! Die Ampel für den reduzierten Mehrwertsteuersatz für Hotellerie und Gastronomie muss auch in Deutschland endlich auf Grün geschaltet werden. 

Sieben Prozent Mehrwertsteuer schaffen mehr Flexibilität an der Preisfront, damit mehr Nachfrage und Beschäftigung, mehr Spielräume bei längst notwendigen Investitionen sowie bei der Qualifizierung und Entlohnung der Mitarbeiter. In einer personalintensiven Branche sorgt der reduzierte Mehrwertsteuersatz für positive Impulse am Arbeitsmarkt. Nach Berechnungen des Instituts für Mittelstandsforschung (ifm) der Universität Mannheim würde eine auf sieben Prozent gesenkte Mehrwertsteuer im Gastgewerbe mittelfristig bis zu 70.000 neue Jobs schaffen. Dies birgt ein hohes Potenzial für zusätzliche Steuereinahmen und Einsparungen bei Transferleistungen, unter anderem beim Arbeitsgeld. Damit wären die befürchteten Steuerausfälle für den Staat nur von kurzfristiger Dauer.

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7% Mehrwertsteuer für Hotellerie und Gastronomie sind das beste Rezept für Wachstum und Beschäftigung.
Ernst Fischer, Präsident des DEHOGA Bundesverbandes
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Fam. Schmidt und das Rappen Team, Hotel Rappen Rothenburg

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